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Wärme, Wasser, Weizenbier

 Bericht vom Würzburg-Marathon am 13. Mai 2007
 von Jürgen Oestreich
 Für meinen Frühjahrsmarathon hatte ich dieses Mal Würzburg ausgesucht. Ich wollte wie immer einen Kurzurlaub in einer netten Stadt mit einem Marathonlauf verbinden. Würzburg ist dafür hervorragend geeignet. Kulturell und kulinarisch ist die Stadt am Main einen Besuch wert und die Marathonstrecke versprach eine schnelle Zeit.

Gemeinsam mit Peter Berg hatte ich mich im Rahmen der Lauftrefftermine seit Februar vorbereitet und wir fühlten uns gut vorbereitet. Einigermaßen irritierend waren allerdings die Wetterkapriolen in diesem Frühjahr. Nach dem sommerlich heißen April sanken die Temperaturen Anfang Mai auf für Läufe angenehme Temperaturen zurück. Allerdings verhießen die Prognosen für das Wochenende nichts Gutes. Für Sonntag waren sommerliche Temperaturen bis 28 Grad angesagt.
 Ich hatte bisher keine Erfahrungen mit solchen Temperaturen. Meine bisherigen Marathonläufe - Würzburg war der achte - fanden zumeist bei angenehmen Bedingungen statt.
 
Zum Marathon und Halbmarathon hatten sich insgesamt ca. 4000 Läuferinnen und Läufer gemeldet. Die Strecke besteht für die Marathonis aus einer Doppelrunde und führt zunächst in die Außenbezirke der Stadt und in einer schönen Schleife durch die Würzburger Innenstadt über die Alte Mainbrücke in den Zielbereich.

 

Die Veranstalter klagen in Würzburg über zurückgehende Teilnehmerzahlen, begründet durch die für die Marathonläufer schwierige Doppelrunde. Bereits im nächsten Jahr wird geplant, den Marathonlauf auf einer Runde durchzuführen.
 
 Der Start erfolgte um 9.00 Uhr gemeinsam mit den Halbmarathonläufern bei strahlend blauem Himmel und noch erträglichen Temperaturen. Peter Berg hatte sich vorgenommen 3:59:59 zu laufen, ich wäre mit 3:30 zufrieden gewesen - die Wetterprognosen dämpften aber unsere Erwartungen.
 

Auf der ersten Runde, es sieht noch relativ locker aus
 
Bereits kurz nach dem Start konnte, ohne die bei großen Stadtmarathonläufen üblichen Behinderungen, frei gelaufen werden, da die Strecke zu Beginn auf breiten Straßen verlief. Von Anfang an machte sich die immer größere Hitze bemerkbar. Die Bedingungen sind aber beherrschbar, wenn an jeder Verpflegungsstelle reichlich getrunken wird. Ich kippte mir zusätzlich als Kühlung immer einen Becher Wasser über den Kopf und konnte auf der ersten Schleife meinen Fahrplan mühelos einhalten. Allerdings hatte ich auf dieser ersten Runde immer im Kopf: "Hier musst du noch mal vorbei !" Besonders beim Durchlauf des Ziels zur Halbzeit beneidete ich die Halbmarathonläufer, die im Ziel mit einem herrlichen Glas Weizenbier begrüßt wurden. Vertrauend auf die Veranstalter, schob ich den Gedanken -"hoffentlich gibt`s noch was wenn du später kommst"- beiseite und vergnügte mich weiter alle 2,5 km mit den gereichten Wasserbechern. Ich war zu diesem Zeitpunkt sehr zufrieden mit meiner Zwischenzeit von 1:41:30, die sogar eine Zeit im Bereich meiner Bestzeit von 3:25 möglich erscheinen ließ.
 

Auf der zweiten Runde, die Lockerheit hat deutlich nachgelassen
 
Die zweite Runde fiel mir zunächst leichter als gedacht, da ich ja da nicht noch mal vorbei musste. Allerdings stiegen die Temperaturen weiter an. Erfreulich war allerdings, dass die Strecke oft relativ schattig am Mainufer verlief.
Auf der zweiten Runde standen weniger Zuschauer an der Strecke, da nur ca. 900 Läuferinnen und Läufer sich für die Doppelrunde entschieden hatten. Allerdings war die Atmosphäre außerordentlich nett, denn die wenigen Leute feuerten alle Läufer und Läuferinnen immer wieder an. Es gab natürlich auch in Würzburg die üblichen Stimmungsnester mit Rockbands, Sambagruppen und einzelnen Stimmungskanonen, um die Zeit für die Marathonis kurzweilig zu gestalten.
Bis km 35 fühlte ich mich außerordentlich wohl und von den Zwischenzeiten schien eine Zeit von unter 3:30 immer noch möglich. Bei Kilometer 38 erreichte ich wieder die Würzburger Innenstadt. Hier führt eine Schleife nochmals zur Residenz - bei einem Würzburgbesuch unbedingt besichtigen ! Beim ersten Durchlauf ist mir nicht besonders aufgefallen, dass der Kurs hier leicht ansteigend verläuft - jetzt spürte ich allerdings deutlich, dass der Mainuferstreifen schmal ist und Würzburg durchaus an Mittelgebirgshängen gelegen ist. Das Schöne an Steigungen ist, dass es irgendwann auch mal wieder bergab geht. Der letzte Kilometer ist also wieder sehr angenehm zu laufen, allerdings musste ich noch über die Alte Mainbrücke - am Vortag bin ich über diese wunderschöne Brücke geschlendert, jetzt fiel mir die an sich lächerliche Steigung mit Kopfsteinpflaster nach ca. 41,5 gelaufenen Kilometern schon schwer. Ich erinnerte mich aber rechtzeitig, was im Ziel auf mich wartet. Meine Hoffnung auf die gute Organisation war berechtigt - die übliche Medaille nahm ich gelassen entgegen. Mehr interessierte mich allerdings der Weizenbierstand. Nach 42 Kilometern und getrunkenen und wieder ausgeschwitzten Litern Leitungswasser war noch Platz für ein eisgekühltes Glas wunderbares mainfränkisches Weizenbier.
Ich freute mich natürlich auch über meine Zeit von 3:30:31 und besonders, dass ich den Lauf unter schwierigen Bedingungen und mich immer wohl fühlend (na ja meistens !) zu Ende gebracht hatte.
Peter Berg kam in sehr guten 4:04 Minuten gut gelaunt ins Ziel, die 3:59 sind beim nächsten Mal fällig.
Der Würzburgmarathon hat wieder gezeigt, dass die gemeinsame gute Vorbereitung im Rahmen des Lauftreffs (und einiger weiterer Trainingskilometer) einen Marathonlauf - auch unter schwierigen Bedingungen zum Vergnügen werden lassen. Wer Lust bekommen hat es auch zu versuchen, ist herzlich zur gemeinsamen Vorbereitung eingeladen, denn wie so oft: "Der Weg ist das Ziel!"
 
Der Bericht vom Würzburg-Marathon ( 142 KB)

 

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